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Von Kremsmünster über Enns nach Graz.... PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Peter Eglseer   
Mittwoch, 28. September 2011 um 00:32 Uhr

....eigentlich wenn man es von der Autobahnstrecke her betrachtet würde man diese Strecke nicht unbedingt so fahren. Im Gegenteil, es würde sogar eine Menge Zeitverlust in Anspruch nehmen. Als Volleyballer habe ich allerdings genau diesen Weg gewählt und auf keinen Fall bereut. Ich begann mit 15 Jahren in Kremsmünster zum Volleyball spielen und sehr schnell kam ich dann bereits zum 1.Bundesliga Verein nach Enns. In dieser Zeit haben mich sehr viele Trainer ausgebildet und geprägt. An erster Stelle muss aber Alexander Wojakow stehen, ohne ihm würde ich wahrscheinlich heute noch den Tischtennisschläger in der Hand halten.

Aber auch den weiteren Trainern wie Jiri Siller, Tomas Kratochvil, Tom Artner und zuletzt Walter Pellinger habe ich sehr viel zu verdanken und bin froh darüber, dass ich genau diesen Weg eingeschlagen habe.

Die Vergangenheit lasse ich jetzt aber zurück und blicke mit dem neuen Team in die Zukunft. Bereits jetzt wurde mir gezeigt, dass noch sehr viel Luft nach oben ist. Die ersten Trainings schilderten worauf mein neuer Trainer, Martin Plessel wert legt und vorauf in den früheren Jahren nicht das Hauptaugenmerk gelegt wurde.

In der letzten Saison in Enns hatten ich das Vergnügen, als Außenangreifer fungieren zu dürfen. Da in Graz allerdings auf dieser Position bereits genügend Spieler vorhanden sind, bin ich jetzt wieder auf meiner "alten und vertrauten" Position als Mittelblocker.

Grundsätzlich fühle ich mir dort auch sehr wohl, es zeigte sich aber, dass ich eine gewisse Zeit brauche, um wieder hineinzufinden. Das schnelle Tempo im Training war vor allem die ersten Trainingseinheiten nicht sehr lustig. Sehr oft dachte ich, die Übung heißt "Peter lauf dem Ball nach". Mittlerweile kann ich aber bereits Fortschritte erkennen. Der Block funktioniert schon ganz gut und auch im Angriff wird's immer besser. Der Zuspieler ist mir ja ein Altbekannter. Mit Lukas Schachinger habe ich sehr oft im Jugend und Juniorennationalteam gespielt und wir harmonieren sowohl am Spielfeld wie auch als Wohnungskollegen ausgezeichnet.

Zur Mannschaft generell kann ich momentan nur positives sagen. Wir haben unterschiedliche Spieler. Ruhige, laute, große, kleine, von jeder Art etwas dabei. Ich denke wir haben ein perfektes Kollektiv.

Bei den bisherigen Turnieren und Trainingspielen hat Martin alle Spieler getestet und es kristallisierte sich heraus, dass wir auf allen Positionen sehr ausgeglichen besetzt sind. Jeder kann spielen und jeder kann vielleicht etwas, was der andere nicht so gut kann. Somit ergänzen wir uns alle perfekt. Mit Stefan Uhmann haben wir noch dazu einen echten Henker im Team, der uns sicherlich vor allem am Block immer wieder Freude bereiten wird.

Das erste gemeinsame Turnier fand in Polen statt. Dort verloren wir lediglich gegen den späteren Turniersieger.

In Kroatien durften wir dann über unseren ersten Turniersieg als geschlossene Mannschaft jubeln. Aber auch zuletzt in Slowenien hatten wir das bessere Ende am Schluss. Obwohl wir eine Niederlage gegen Marburg hinnehmen mussten, konnten wir uns aufgrund des besseren Punkteverhältnisses auf Rang 1 vorschieben.

Sowohl mit der Mannschaftsleistung, wie auch mit meiner eigenen bin ich zum jetzigen Zeitpunkt zufrieden, weiß aber, dass noch sehr viel nach oben geht. Gestern im Training haben wir unser Saisonziel deklariert und wenn wir dass erreichen wollen, dann muss jeder von uns noch ein Stückchen zulegen. Mit unserer Einstellung und den Ideen des Coaches bin ich aber extrem guter Dinge, dass wir am Ende positiv auf die Saison zurückblicken können.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 28. September 2011 um 00:35 Uhr