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U21 Team des UVC Graz wird Österreichischer Meister PDF Drucken E-Mail
Allgemeine Klassen
Geschrieben von: Martin Plessl   
Sonntag, 06. Februar 2011 um 18:47 Uhr

Nach einer Niederlage im letztjährigen Finale gegen die hotvolleys aus Wien war der Plan für das heurige Jahr klar. Alexander Swoboda, Felix Koraimann, Christoph Haas und Dominik Blaha wollten bei ihrem letzen Antreten in dieser Altersklasse nur eines: Gold. Mit den Worten von Mittelblocker Alexander Swoboda: „Ich habe 7 Jaher lang immer gegen die hotvolleys verloren, diesmal will ich den Sieg!“

Die Vorzeichen standen günstig, die Grazer konnten mit einem ausgeglichenen Kader zum Turnier anreisen. Mit Dominik Blaha, Lorenz Koraimann, Felix Koraimann, Alexander Swoboda, Ulve Steidl und zuletzt auch Max Landfahrer hat der UVC Graz gleich 6 AVL erprobte Spieler mit dabei. Und auch die übrigen Spieler müssen sich nicht verstecken haben Erfahrung in der 2. Bundesliga gesammelt oder schon den einen oder anderen Meistertitel in jüngeren Altersklassen in der Tasche. Doch der Weg zum Finale dauerte trotzdem noch ein bisschen:

Gleich im ersten Spiel gab es das steirische Derby: Hartberg als Veranstalter gegen UVC Graz. Beide Teams starteten etwas nervös, wussten doch beide um die Wichtigkeit dieses ersten Spiels. Bis Mitte des Satzes lagen beide Teams gleichauf, erst Nik Steiner der zum Service eingewechselt wurde sorgte für 2 Punkte Vorsprung und trug damit entscheidend zum ersten Satzgewinn bei (25:22). Doch Hartberg blieb dran, ging im zweiten Satz auch vorübergehend in Führung. Die Grazer konnten aber im Finish etwas mehr zulegen, insbesondere wieder mit dem Service mehr Druck erzeugen, sodass auch dieser Satz geholt werden konnte. Der dritte Durchgang gestaltete sich dann etwas leichter, der UVC hatte die Anfangsnervosität komplett abgelegt und agierte nun souverän. Der Satzgewinn mit 25:17 war die Folge.

Im zweiten Spiel bekam es Graz mit Hypo Tirol zu tun. Das Team aus dem Westen konnte den Steirern in keiner Phase gefährlich werden, und es kamen auch die jüngeren Spieler wie Anton Menner oder Fabian Kandolf zum Einsatz.

Der zweite Tag begann mit einem Kuriosum: VC Gleisdorf hatte keine 6 Spielr mehr um zum Spiel anzutreten und so durfte sich der UVC über einen 3:0 Sieg am grünen Tisch freuen und den sonnigen Tag draußen verbringen, da das zweite Spiel erst für 19.00 angesetzt war.

Kurz vor dem Spiel gegen Klagenfurt dann kurzer Schock: Zuspieler Flo Ertl fieberte leicht, seinen Einsatz wollte das Trainerduo Martin Plessl und Anton Fichtinger nicht riskieren. Nik Steiner, zuvor als Servicespezialist eingesetzt, sprang ein und machte seine Sache sehr gut. Mit starkem Service stellte er sich gleich zu Beginn auch beim Gegner vor und machte deutlich, dass auch er die Fäden im Spiel ziehen kann. Auch die Angreifer kamen gut mit der Umstellung zurecht, angeführt von Kapitän Felix Koraimann konnte sie wie gewohnt punkten. Auch dieses Spiel ging schließlich mit 3:0 deutlich an Graz.

Im Semifinale wartet der VC Amstetten, die immerhin 2 aktuelle Nationalteamspieler in ihren Reihen haben. Zu Beginn konnten die Niederösterreicher auch mithalten vor allem dank druckvollem Sprungservice von Marcus Guttmann in Kombination mit der niedrigen Hartberger Halle. Mit Fortdauer des Spiels packte aber vor allem der Grazer Block wieder zu. Diagonalspieler Lorenz Koraimann hatte außerdem zu seiner Form gefunden und konnte nicht nur am Block überzeugen sondern auch im Angriff. In Satz 3 ließ die Konzentration etwas nach, Amstetten hatte seine wichtigsten Spieler vom Feld genommen um sie für das kleine Finale zu schonen. Einige Flüchtigkeitsfehler und Ungenauigkeiten ließen den Satz knapper enden als nötig, das 3:0 war dennoch gesichert.

Während Graz also im Eiltempo ins Finale einzog, mussten die hotvolleys länger zittern. Schon 1:2 in Sätzen gegen Hartberg zurück, brauchten sie über 2 Stunden um doch noch ihr Spiel mit 3:2 zu gewinnen und das Finalticket zu lösen.

Schon früh gingen die Grazer in diesem Finale in Führung. Abermals waren es die Elemente Service und Block mit denen sich das Team absetzen konnte. Lorenz Koraimann und Alexander Swoboda trugen hier zu Beginn des Satzes maßgeblich zur 12:7 Führung bei. Die Wiener waren sichtlich erschlagen von der Aggressivität des Grazer Spiels und so ging der erste Satz klar mit 25:16 an den UVC. Der Start in Satz 2 erfolgte aus Grazer Sicht nicht optimal. Beim Stand von 0:4 musste Coach Martin Plessl seine erste Auszeit nehmen um das Team an seine bisherigen Stärken zu erinnern und es damit zurück auf den Erfolgskurs zu führen. Die Wiener spielten jedoch besser, hatten auch ihren Zuspieler gewechselt und konnten so einen kleinen Vorsprung halten. Als Christoph Haas bei 13:15 ans Service ging, wusste er noch nicht, dass er es sein würde, der den Satz für die Grazer entscheiden würde. Insgesamt 10x (!) servierte er, und sorgte so unterstützt von Block und Abwehr für die 23:15 Führung. Das Ende war nur noch Formsache, Servicespezialist Nik Steiner kam und beendete den satz mit einem As. Auch im dritten Satz versuchten die hotvolleys es mit taktischen Umstellungen, konnten so den Satz zu Beginn wieder offen gestalten. Aber wie schon in Satz 1 sorgten Swoboda und Koraimman für 2 Serviceserien und den entscheidenden Vorsprung. Schließlich verwandelte Kapitän Felix Koraimann nach 69 Minuten Spielzeit den 2. Matchball in souveräner Weise bevor der große Jubel der Grazer losging. Es war geschafft: Der U21 Meistertitel ging erstmals an den UVC Graz.

Obmann Andi Artl war sichtlich erfreut: „Der Meistertitel in der U21 ist ein ganz großer Erfolg für unseren Verein. Ich gratuliere dem Team und allen beteiligten Trainern ganz herzlich.“

 

Ergebnisse:

ÖMS U21:

 

Finale:

SG SVS hotVolleys - UVC Graz AG                        0:3 (16:25, 16:25, 17:25)

 

Halbfinale:

UVC Graz AG - SG VCA Hypo Niederösterreich        3:0 (25:17, 25:14, 25:21)

 

Vorrunde:

VC Jerich International - UVC Graz AG                  0:3 (0:25, 0:25, 0:25)       

VBK Klagenfurt - UVC Graz AG                            0:3 (11:25, 17:25, 12:25)

UVC Graz AG - Hypo Tirol Volleyballteam               3:0 (25:17, 25:14, 25:11)

UVC Graz AG - TSV Sparkasse Hartberg                3:0 (25:22, 25:22, 25:17)

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. Februar 2011 um 19:01 Uhr